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Podiumsdiskussion: Energiewende & Datenschutz

Die roten Linien...

Das Panel soll das Thema der Hauptbühne „Umwelt- und Datenschutz“ mit einem Fokus auf die Energiewende vertiefen. Wo liegen die Chancen einer digitalen Energiewende? Und wo liegen die Risiken, vor allem im Hinblick auf Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung und Cyber Security? Es diskutieren:
• Tanja Loitz, Geschäftsführerin co2 online
• Dr. Stephanie Ropenus, Projektleiterin Netze und Digitalisierung Agora Energiewende
• Dr. Thomas Engelke, Teamleiter Energie & Bauen Verbraucherzentrale Bundesverband
• Justin Otherguy, Initiator des Open-Source Smart-Meter-Projektes volkszaehler.org
• Dr. Malte Engeler, digital- und netzpolitischer Autor sowie Richter am Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht

Wir müssen alle Kräfte im Klimaschutz bündeln. Die Digitalisierung kann hierbei Fluch oder Segen sein. Ohne digitale Technologien werden wir die Strom-, Verkehrs-, Wärme- und Industriewende nicht schaffen. Da der Wind nicht immer weht und die Sonne nicht immer scheint, muss der erneuerbar erzeugte Strom nicht nur über weite Distanzen transportiert und lokal gespeichert werden. Industrie und Haushalte müssen ihren Verbrauch auch flexibler an Wind und Sonne anpassen. Erneuerbarer Strom muss zudem zur Grundlage von Mobilität und Wärme werden.
Ein System, das all diese Anforderungen erfüllt, ist komplex. Es ist schlicht nicht vorstellbar, wie das 1,5 Grad-Limit ohne digitale Technologien eingehalten werden soll. Denn Daten über die Erzeugung von erneuerbarem Strom, über seinen Transport, seine Speicherung, seine Umwandlung und seinen Bedarf müssen schnell erfasst und verarbeitet werden. Nur so können die Emissionen bis 2050 auf „netto null“ gesenkt werden und kann gleichzeitig das System effizient und stabil funktionieren. Vernetzte emissionsfreie Mobilitätsangebote sind nur ein weiteres Beispiel für die Chancen, die die Digitalisierung für den Klimaschutz bietet.
Und doch sollten wir uns vor einem Techno-Utopismus hüten: Bei Energiesystemen geht es schließlich um kritische Infrastrukturen. Datensicherheit ist hier entscheidend, um beispielsweise mögliche terroristische Gefahren abzuwehren. Wirtschaftliche Abhängigkeiten von bestimmten IT-Systemen sind zu vermeiden. Und nicht zuletzt wollen wir Bürger*innen, dass unsere Privatsphäre geschützt bleibt: Wer soll Zugang zu Daten haben, die Rückschlüsse auf unsere Lebensgewohnheiten zulassen, und wer besser nicht? Wie kann sichergestellt werden, dass Energieversorger Verbrauchsdaten vertraulich behandeln? Und was darf mit den Daten gemacht werden?
Justin Otherguy (Pseudonym), Initiator eines Open-Source Smart-Meter-Projektes, wird anhand von Lastkurven mit den Gästen ein Stromprofilraten veranstalten. Wir freuen uns anschließend auf eine angeregte Diskussion mit spannenden Podiumsgästen.

Info

Tag: 17.11.2018
Anfangszeit: 12:30
Dauer: 01:00
Raum: CLOJURE
Track: Daten & Umwelt
Sprache: de

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