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Talk: Bits for SDG

Eine Digitale Agenda 2030 für die SDG!

In Anlehnung an den Titel der Veranstaltung wollen wir den Fokus auf die Sustainable Development Goals (SDGs) legen. Einerseits wird die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele ohne sinnvolle Nutzung von Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) nicht gelingen, andererseits bringen die IKT neue Risiken mit sich, deren Folgen heute noch nicht absehbar sind. Anhand von konkreten Beispielen werden wir die verschiedenen Facetten aufzeigen: innovative Projekte, die neue Chancen in der Entwicklungszusammenarbeit eröffnen, aber auch bedenkliche Trends und Entwicklungen, die (noch) nicht auf dem Radar von Eine Welt- und Umweltgruppen erscheinen. Viele Aspekte sind noch nicht einmal andiskutiert – geschweige denn auf SDG-Tauglichkeit durchdacht worden. Deshalb: die SDG brauchen eine Digitale Agenda 2030!
Wir haben die gemeinnützige Cloud und Rüben gGmbH gegründet, um solche Diskussionen anzustoßen, Akteure aus den verschiedenen Welten zu vernetzen und um Eine Welt- und Umweltgruppen auf ihrem Weg in Richtung Digitalisierung zu stärken. Nach vielen Berufsjahren in verschiedenen Arbeitsbereichen wissen wir, dass zahlreiche Eine Welt- und Umwelt-Organisationen auf die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung nicht gut vorbereitet sind. Auch hier sehen wir großen Handlungs- und Unterstützungsbedarf.

In unserem Vortrag wollen wir den Focus auf die Sustainable Development Goals (SDGs) richten. Die SDGs sind eng verwoben mit gesellschaftlichen, politischen und technologischen Entwicklungen. Die Erreichung der SDG ohne sinnvolle Nutzung von Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) wird nicht gelingen. Die IKT ermöglichen neue Arbeitsweisen, -instrumente und Projektansätze. Damit können existierende Entwicklungsprojekte effizienter und ressourcenfreundlicher gestaltet und neue Ansätze möglich werden. Andererseits bringen diese IKT ganz neue Risiken mit sich, deren Folgen kaum vorsehbar sind. Die zunehmende Macht großer Internet-Konzerne ist da nur ein Beispiel; viele absehbar bedenkliche Entwicklungen werden noch gar nicht öffentlich diskutiert.
Technologien sind also einerseits für die Erreichung der SDG unverzichtbar, sie sind ein Querschnittsthema. Aber sie sind andererseits auch kein Selbstzweck. Das heißt wir brauchen dringend einen intensiven Austausch und Wissenstransfer zwischen den „Welten“ der SDG-Engagierten und Technologie-Expert*innen. Was liegt da näher, als dass SDG- und Technologie-Expert*innen – endlich – mehr miteinander kooperieren, Wissen austauschen und gemeinsame Leitplanken für eine „Digitale Agenda 2030“ entwickeln?!
Wir teilen die Vision von „Bits und Bäume“, dass die Welten sich einander nähern sollten. Dafür haben wir u.a. die gemeinnützige Cloud und Rüben gGmbH gegründet. Wir wollen eine Vernetzungsplattform aufbauen und bei der Erarbeitung einer „Digitalen Agenda 2030“ mitwirken.
Ein weiteres Anliegen, was uns wichtig ist: viele Eine-Welt- und Umweltgruppen sind den Herausforderungen der Digitalisierung nicht gewachsen; häufig fehlen Zeit, Geld, Knowhow. Für viele Organisationen ist dieses Thema eher eine unbezwingbare Hürde und eine zusätzliche Belastung. Aber wir denken, dass auch der Weg Richtung Digitalisierungs-Strategie mit dem ersten Schritt beginnt und bieten dafür Unterstützung an.
Wir bringen Expertise (und insgesamt ca. 50 Berufsjahre) aus den verschiedensten Bereichen mit: Sozialarbeit, Erwachsenenbildung, Software-Entwicklung, Systemanalyse, Fundraising, Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungspolitische Bildungs- und -öffentlichkeitsarbeit. Diese vielfältigen Erfahrungen bringen wir in Cloud und Rüben ein mit dem Ziel, Eine Welt- und Umwelt-Organisationen zu stärken, Diskurse anzustoßen und somit unseren Beitrag zur Realisierung der SDG zu leisten.

In unserem Vortrag (60 Minuten) wollen wir
1. an Beispielen aufzeigen,
- wo bereits heute neue Technologien eingesetzt werden, die die Projektarbeit massiv verändert haben
- wo Chancen und Risiken lauern, die noch nicht im öffentlichen Focus stehen

2. unsere Schlussfolgerungen ziehen und
3. unsere Forderungen erläutern